Praxis für Psychotherapie (HeilprG),
Coaching & Paarberatung

Andrea Melzer-Behres
Heilpraktikerin für Psychotherapie (HeilprG)
Systemischer Coach

Am Sportplatz 20
64572 Büttelborn

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Katathym-Imaginative Psychotherapie (KIP)

Die Katathym-Imaginative Psychotherapie (KIP) (andere Bezeichnungen sind auch: Katathymes Bilderleben oder Symboldrama), ist eine Therapieform, die mit bewusst entwickelten Tagtraumbildern (Imaginationen) arbeitet. Sie wurde von dem Arzt und Psychoanalytiker
Dr. Hans Carl Leuner entwickelt.

Kinder haben eine sehr intensive, bildliche Vorstellungskraft. In der kindlichen Imagination können Bäume zu Lebewesen werden, Tiere sprechen, Geister oder Gestalten aus dem Nichts erscheinen. Auch bei Erwachsenen können Tagtraumbilder ganz plötzlich entstehen, sie können aber auch bewusst entwickelt werden.

Während des KIP-Settings wird der Klient von seinem therapeutischen Begleiter im Entspannungszustand angeleitet, zu einem ausgewählten Thema oder zu einem bestimmten Motiv (wie z.B. Wiese, Haus, Fluss, Berg) innere Bilder und Vorstellungen entstehen zu lassen und über diese zu sprechen. Dabei unterstützt der therapeutische Begleiter den Klienten mit einfachen Frageinterventionen. Auf diese Weise kann der Klient das sich einstellende Bildmaterial für sich nutzen und im anschließenden Gespräch, die dazu entstandenen Gedanken und Gefühle reflektieren, belastende Erfahrungen verarbeiten, Ressourcen entdecken und stärken. Die entstehenden Bilder sind frei von bewussten willentlichen Impulsen. Sie entstammen einer Erlebniswelt, die zwischen dem Bewussten und dem Unbewussten liegt.

Die verschiedenen Motive der Katathym-Imaginativen Psychotherapie haben unterschiedlichen Bedeutungsgehalt und können verschiedene Projektionen anregen.

Die Katathym-Imaginative Psychotherapie ist eine klar definierte Methode mit einem stufenweisen Aufbau (Grund-, Mittel- und Oberstufe):

Die Wirkungsweise der Katathym-Imaginativen Psychotherapie kann auf vier Ebenen beschrieben werden:

1. Ich-Stärkung

Imaginationen haben eine beruhigende und seelisch entlastende Wirkung. Innere Anspannungen werden abgebaut und der Blutdruck sinkt. Körper und Geist kommen zur Ruhe. Der Klient bekommt Verbindung zu seinen stärkenden inneren Kräften.

2. Regression

In der Imagination taucht der Klient in frühere Erfahrungen ein und begegnet seinem Inneren Kind. Belastende Gefühle aus der Kindheit können wieder erlebt und im Nachgespräch neu bewertet werden. So eröffnen sich Möglichkeiten mit vergangenen Erfahrungen, anders als bisher, umgehen zu können.

3. Konfrontation

In den Imaginationen zeigen sich oft ungelöste Lebensthemen. Der Therapeut  leitet den Klienten an, sich auf der symbolischen Ebene mit diesen Themen auseinanderzusetzten und sich den damit verbunden Gefühlen zu stellen. Die Konfrontation mit Themen, die den spontanen Lebensfluss hemmen, führt zu mehr Akzeptanz der eigenen seelischen Situation und verstärkt die Suche nach Lösungen.

4. Distanzierung

In einem  Problem verhaftet, geht der Überblick verloren. Aus einer anderen Perspektive auf das Problem zu blicken, hilft neue Einsichten zu gewinnen und Lösungsansätze zu entwickeln.